Banner

Warning: Parameter 1 to modMainMenuHelper::buildXML() expected to be a reference, value given in /www/htdocs/w0067e8c/libraries/joomla/cache/handler/callback.php on line 99
Verschiebung (nur Karl!)

Karl Fr. Eckhardts Serie: Verschiebung von Wahrheit (alle Teile)



03.06.07 Die Braunschweiger Zeitung und ihr "Schloss" oder die Verschiebung von Wahrheit (Teil 35)
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt   
Die Braunschweiger Zeitung zitierte gestern, am 2. Juni, Pressestimmen zum „Braunschweiger Schloss". Vorab wird der Tenor der Berichte zusammengefaßt: "Kunst- und Architekturzeitungen äußern sich kritisch, andere begeistert."

Aus Kunst- und Architekturzeitungen wird dann aber rein gar nichts zitiert, die genannten "Anderen" äußern sich zwar durchaus nicht nur begeistert – zitiert wird aber nichts wirklich Kritisches. Wenn denn aber schon ein kritischer Artikel zitiert wird, dann so, dass an der Kritik möglichst vorbei zitiert wird: niedere Demagogie paart sich mit höherer.

Weiterlesen...
 
31.05.07 Schloss-Attrappen - nur ein Vorspiel zur Vertreibung der Farbe aus dem Stadtbild?
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt   

In der Juni-Ausgabe des populären Kunstmagazins „Art“ wurde auch aus dieser berufenen Quelle - anbei eine Collage aus Bruchstürcken; eine ausfürhrliche Wiedergabe würrde einen Bruch des Copyrights bedeuten - ein Urteil abgegeben ürber die Braunschweiger „Schloss-Arkaden“: Was die Braunschweiger damit „bekommen haben, ist keine Rekonstruktion, sondern eine Attrappe“ heißt es, und:

 

 
„Hier handelt es sich schlicht um eine Mogelpackung“ - so das Fazit von „Art“ ürber die prätentiöse Prachtentfaltung des Braunschweiger Potentaten.


Postkarte, erhältlich bei guten Adressen.

Dabei hatte es an gutem Rat durchaus nicht gefehlt.
Weiterlesen...
 
26.05.07 Lürgen haben kurze Beine - die Verschiebung von Wahrheit und städtischem Verm&ouml
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt   

Er würrde sie nicht verkaufen, die rund 8000 städtischen Wohnungen der Nibellungen Wohnbaugesellschaft, versicherte Oberbürrgermeister Dr. Gert Hoffmann vor wenig mehr als einem Jahr.


Und standfest bleibt er auch in diesem Jahr dabei, Oberbürrgermeister Dr. Gert Hoffmann, und versichert (gestern) erneut: die rund 7000 städtischen Wohnungen der NiWoBau würrden nicht verkauft.

 



Aber Nanu - da fehlt doch etwas! Wo sind sie nur geblieben, rund tausend Wohnungen?
Weiterlesen...
 
24.05.07 Scheingeschäfte, Attrappenhaushalte oder die Verschiebung städtischen Vermög
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt   

Wir erinnern uns noch lebhaft an einen der größten Wirtschaftsskandale der Republik, den Fall der Berliner Bankgesellschaft im Jahre 2002. Mit schmutzigen Tricks versuchten Manager der Gesellschaft am Ende noch Einnahmen vorzutäuschen, die keine wirklichen Einnahmen waren. Es handelte sich um bloße "Scheingeschäfte": ürber die Investmentbank J. P. Morgan verkaufte die Bankgesellschaft Immobilientöchter an eine Zweckgesellschaft auf den Cayman-Islands, deren Anteile wiederum indirekt von der Bankgesellschaft selbst gehalten wurden. Die Bundesanstalt fürr Finanzdienstleistung stoppte damals den schmutzigen Deal. Derart schmutzige Praktiken sind auch in Braunschweig ein Mittel, um Bürrger zu täuschen und Bilanzen zu schönen.
 
Auf Neudeutsch nennt man solche Bilanzkosmetik auch "window dressing", das Resultat eines "creative accounting". Auf Neu-Braunschweigisch könnte man statt von einer Schaufensterbilanz auch von einer "Bilanzkulisse" sprechen. Mit Hilfe einer kreativen Buchhaltung errichtet man eine schwarze "Haushaltsattrappe", die der Welt den schönen Schein eines ausgeglichenen Gesamthaushalts der Stadt vorgaukeln soll.

Weiterlesen...
 
15.05.07 Nicht nur Kulissen - Architektur in Braunschweig
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt   

In der Neuen Zürrcher Zeitung widmet sich am heutigen Tage Jürrgen Tietz der Stadt Braunschweig (Die Artikel der NZZ sind in der Regel nur einen Tag ürber das Internet abrufbar). Wie gewohnt in diesen Zeiten mit einem Blick auf die Schloss-Arkaden: "Willkommen in ürberall" - und wie gewohnt auch das Urteil: "Das architektonische Ergebnis ist enttäuschend. ..."

Mit einer Stimme Mehrheit fiel die Entscheidung fürr eine Rekonstruktion des Schlosses. Nun also ist es mit rund 600 alten Bausteinen zurürckgekehrt, die bei dem Abriss geborgen worden waren. Dem stehen 8200 neu gefertigte Elemente gegenürber. Und obwohl die Presseerklärung der ECE stolz darauf verweist, dass am Schloss Handwerker mitgearbeitet hätten, die schon an der Dresdner Frauenkirche beschäftigt waren, verströmt der auf alt getrimmte Neubau bestenfalls den Charme einer Klötzchenarchitektur aus dem Steinbaukasten. In engen Abständen gesetzte Öffnungen fürr die Hinterlürftung der Fassade lassen das Schloss wie perforiert wirken. Das Ergebnis ist ein architektonisches Abreissbildchen, ein baugeschichtliches Pin-up, das fürr den Fortgang der Rekonstruktionswelle in Deutschland nichts Gutes erwarten lässt. Was einst als Residenz ausreichte, das genürgt der ECE als Shopping-Mall bei weitem nicht. Und so hat der neue Einkaufstempel auch den einstigen Garten mit verschlungen, der das Schloss frürher seitlich flankierte. Mit Glas und Beton, ein bisschen grürn, ein bisschen kupferfarben, bietet der Neubau eine auf edel getrimmte Durchschnittsarchitektur. Mit ihrer vertikalen Strukturierung bemürht sie sich darum, die gewaltigen Abmessungen fürr die rund 30 000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf ein erträgliches Mass herunterzuzoomen. Doch spätestens mit der Seitenansicht des Parkhauses endete alles architektonische Bemürhen. Da spendet nur noch eine Fassadenbegrürnung Trost - doch bis die sich gnädig ürber die nackten Wände ausbreitet, wird noch einige Zeit vergehen.

Aber ganz ungewohnt in diesen Zeiten, auch eine Ehrenrettung der Stadt in der NZZ. Denn, Architekt sei Dank: es gibt mehr in Braunschweig als nur die Schloss-Arkaden, anderen Umgang auch mit baulicher Vergangenheit. Tietz wirft einen Blick auf die ebenfalls gerade fertig gestellte Jakob Kemenate:

Die etwas versteckt am Eiermarkt gelegene Kriegsruine haben die Architekten Rainer Ottinger und Thomas Möhlendick zusammen mit dem Kieler Kürnstler Jörg Plickat wiederbelebt. Eine neue Fassade mit einer Verkleidung aus rostrotem Cortenstahl sowie ein Zwischenteil aus Stahl und Glas ergänzen nun das historische Mauerwerk und das alte Gebälk. Hier schreit nichts «Kauf mich! Jetzt!». Stattdessen beginnt die Architektur mit ihrer spannungsvollen Komposition und Materialsinnlichkeit harmonisch zu klingen, kraftvoll, aber nicht lärmend. Und so wird die Jacobs-Kemenate ganz im Gegensatz zur Beliebigkeit der Schlossarkaden zu einem regionalen Architekturerlebnis von ürberregionaler Qualität.

Gönnen auch wir uns hier einige Blicke auf die Jakob-Kemente:

 

 
 
Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 6 von 16