08.07.08 Es werde Rekonstruktion |
Geschrieben von: Michael Kaps
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Am Anfang war das Versprechen: Braunschweig bekommt sein Schloss zurürck. Aber kein billiges Stürckwerk, sondern eine komplette Rekonstruktion original 1:1. Und heute, zwei Jahre später und mit einem Streitwagen hinter sich, sieht Herr Dr. Hoffmann die Gelegenheit sein Versprechen wahr werden zu lassen - par ordre de mufti. Der Rat möge beschließen, "daß [schrieb man so, in der Vorreformationszeit] die Rekonstruktion des Braunschweiger Residenzschlosses das Identitäts- und Heimatgefürhl des gesamten Braunschweiger Landes erheblich gestärkt [...] hat." [Ratsvorlage fürr die morgige Sitzung, Hervorhebungen Schlossparkfreunde] |
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07.07.08 Asse II - Demonstration am 5.7.2008 |
Geschrieben von: Reinhard Hoffer
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Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass Asse II, das ehemalige Kanalit- und spätere Steinsalzbergwerk, fürr die Endlagerung von atomarem Abfall ungeeignet ist. Allen Experten war dies von vornherein klar, besonders auch natürrlich den Betreibern. Das geht aus dem von vornherein gewählten Begriff ‚Versuchsendlager‘ hervor. Unter der Flagge des wissenschaftlich kontrollierten Versuchs sollte endgelagert werden - eine Verdummung und Verhöhnung der Öffentlichkeit allererster Gürte, an der sich federfürhrend auch das Helmholtz-Zentrum beteiligt hat. eine Schande fürr deutsche Wissenschaft.
Was aber ist der Fall? Laugenbildung ohne Zufluss von außen kann im stehengebliebenen Kanalitgebirge durch die besondere Beschaffenheit dieser Formation entstehen. Ein Fachmann: ‚Das könnte die radioaktiv belastete Lauge sein‘.
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06.07.08 Der Ausverkauf geht weiter |
Geschrieben von: Kristine Schmieding
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Die Miete fürr die Kultureinrichtungen im so genannten "Schloss" ist bekanntlich hoch. Um sie zu begleichen, wird städtisches Eigentum verkauft – zunächst das Kulturinstitut, die „Brürcke“, und demnächst die ehemalige Öffentliche Bürcherei. Im ersten Anlauf war dies nicht zu realisieren, nun sollen die Ausschreibung eines Architekten-Wettbewerbs und größeres Entgegenkommen der Planer helfen. Um vielleicht doch noch zu verhindern, dass in diesem Zusammenhang auch noch der letzte kleine Innenstadt-Park verschwindet, hat der BUND sich mit einem Schreiben an die Verantwortlichen gewandt. |
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26.04.09 Werner Rügemer kommt - Veranstaltung am 28.04. |
Geschrieben von: Peter Rosenbaum
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Der absolute Fachmann der verschiedenen Spielarten von Geschäftspraktiken mit öffentlichem Eigentum kommt am Dienstag, den 28.04.2009 um 19.30 h in die Stadthalle, Vortragssaal. Dr. Werner Rügemer, Publizist mit Veröffentlichungen wie "Privatisierungen in Deutschland" oder "Heuschrecken im öffentlichen Raum". In Braunschweig wurde unter jahrelanger kräftiger Mithilfe der Braunschweiger Zeitung (siehe Haushaltswunder, "Modell Braunschweig", "Ein Fall für´s Lehrbuch") besonders dreist abkassiert:
- ob mit der Methode des sog. Cross-Border-Leasing (da stiegen amerikanische Geschäftemacher formal als Eigentümer z.B. unserer Straßenbahnen ein und "vermieten" seither die Bahnen an die Stadt BS zurück), die "Beute" bei diesen Geschäften speist sich aus Steuersubventionen ... - oder über Schulden-Verschiebebahnhöfe, ersonnen von inzwischen anrüchigen Beratungsfirmen wie KPMG, sogenannter Forfaitierung mit Einredeverzicht; - bis zur neuesten Methode des Öffentlich-Privaten-Partnerschafts Modells (ÖPP oder auch PPP), wonach über Privatfirmen öffentliche Gebäude gebaut oder saniert werden, die öffentliche Hand aber über Jahrzehnte gebunden und nicht mehr Herr des Geschehens ist. All diese Formen der Einverleibung öffentlicher Gelder und öffentlichen Vermögens durch Geschäftemacher sind nun auf dem Prüfstand. Ein Muss für alle Kommunalpolitiker: Wie kommen wir wieder an unser öffentliches EIgentum? Wie kommen wir aus solch getricksten Verträgen wieder heraus ?
Siehe auch ganz aktuell von Werner Rügemer: Finanzmarktkrise und bad bank ... Die Veranstaltung auf video Geschäfte mit öffentlichem Eigentum from BIBS Video on Vimeo. |
06.07.08 Kaiserlicher Glanz |
Geschrieben von: Ingeborg Gerlach
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Wer befürrchtet, es gäbe nach der Quadriga nichts mehr zu feiern in Braunschweig, sieht sich eines Besseren belehrt: Nächstes Jahr fällt ein imperiales Licht auf unsere Stadt. Braunschweig feiert „seinen“ Kaiser Otto IV., den Sohn Heinrichs des Löwen, der vor genau 800 Jahren zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde. Am gestrigen Dienstag (2.7.) fand sich schon ein zarter Hinweis in der Braunschweiger Zeitung: Bundespräsident Köhler werde kommen. 1196 hatten einige antistaufische Fürrsten Otto gegen Philipp von Staufen in Stellung gebracht. Papst Innozenz III. protegierte ihn einige Jahre und krönte ihn, ließ ihn dann aber fallen zugunsten des jungen Staufers Friedrich II. In der Schlacht von Bouvines im Jahre 1214 verlor der mit England verbürndete Welfe gegen das mit Friedrich liierte Frankreich und konnte sich nur noch in seine Stammlande zurürckziehen. Ob der am englischen Hof erzogene „Graf von Poitou“ am Okerstrand sehr glürcklich war, ist nicht ürberliefert. Er widmete sich der Kultur, insbesondere der Pflege der mittelhochdeutschen Dichtung und starb schon 1218. Von historischen Großtaten wissen die Geschichtsbürcher wenig, aber man darf sicher sein, dass die Feierlichkeiten des kommenden Jahres den Ruhm dieses „vergessenen Kaisers“ (so der Titel eines Buches ürber ihn) kräftig mehren werden. Der Stadt Braunschweig, dem Sitz einer Landesausstellung, wird er lieb und teuer ein. Schon dieses Jahr stellte sie 140 000 in den Haushalt fürr die Vorbereitung einer Landesausstellung ähnlich der ürber Heinrich den Löwen oder Troja. „Dabei soll wiederum ein deutlicher kultureller und touristischer Impuls fürr die Stadt Braunschweig gesetzt werden.“, heißt es im Haushaltsplan der Stadt (Produkt Nr. 1.25.2521.04). und von einem „ürberregional, bundesweit greifenden Kulturevent“ ist die Rede. Ein echter Kaiser, wir dürrfen gespannt sein! |
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