14.09.08 Wem nützt es? - "FDP fordert ehrlichere Schulnoten" |
Geschrieben von: Ingeborg Gerlach
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(Braunschweiger Zeitung vom 12.09.2008 - Aufmacher) - Was in aller Welt bewegt die FDP im Landtag dazu, sich auf ein Randthema zu stürrzen, wo doch der Lehrermangel zum Himmel schreit? Erklären kann man sich diese „Enthürllungspolitik“ nur mit dem Bestreben, der Wirtschaft und dem Handwerk ein Alibi zu liefern, wenn sie zu wenige Lehrlinge einstellen. Dann heißt es, die Schulabgänger seien zu wenig qualifiziert. Im gleichen Atemzug klagt die Wirtschaft ürber Facharbeitermangel. Aber haben sie sich schon einmal darürber Gedanken gemacht, warum die Schürler immer weniger motiviert sind? Warum die Hauptschürler - und oft auch schon die Realschürler - schon in der siebten Klasse innerlich abschalten und die Wochenenden (und nicht nur sie) mit Alkohol verbringen? Solange die SchürlerInnen nicht die Aussicht auf eine Lehrstelle (und möglichst auch auf einen Job) haben, werden sie immer frürher anfangen, sich selbst aufzugeben. Erst wenn sie die Gewissheit besitzen, dass sie gebraucht werden (und angesichts der demografischen Entwicklung werden sie gebraucht!), lassen sie sich wieder motivieren. Dann benötigen sie individuelle Förderung durch mehr Lehrer und bessere Schulen. Wenn Wirtschaft, Handwerk und Universitäten es nicht schaffen, den jungen Menschen eine solche Garantie zu geben, dann ist der öffentliche Sektor gefordert. |
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12.09.08 Geld oder Leben ? - Sigmar Gabriel ist der Atommüll in seinem Wahlkreis lieb und teue |
Geschrieben von: Peter Dickel
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Die Probleme bei ASSE II waren jahrzehntelang bekannt, bevor Sigmar Gabriel letzte Woche vor der Presse den Gau in der Endlager-Frage verkürndete. Dass er die Probleme gerade jetzt anfaßt, ist eine politische Entscheidung und hat drei Grürnde: - 1. Gewachsener Druck vor Ort,
- 2. Die 2009 anstehende Bundestagswahl - Gabriel vertritt den Wahlkreis ASSE II / Schacht KONRAD im Bundestag - und
- 3. Probleme bei Schacht KONRAD. Die will Gabriel seinem Wahlkreis im Wahljahr 2009 mit viel Geld versürssen.
Probleme bei Schacht KONRAD? Ist das nicht das vermeintlich sichere Endlager, das gerade erst genehmigt wurde und die ASSE-Abfälle aufnehmen könnte? |
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05.09.08 Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch |
Geschrieben von: Renate Rosenbaum
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Die Berliner Compagnie präsentiert Sonntag, 21. September 2008, 19:00 Uhr Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch(finanziell gefördert von der Europäischen Gemeinschaft)im Braunschweiger Jugendzentrum Mürhle, An der Neustadtmürhle 3 Diskussion mit den Schauspielern, 20:45 Uhr (Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €. Vorverkauf: Bürcherwurm, Graff, Guten-Morgen-Buchladen, VHS Alte Waage) Montag, 22. September 2008 10:30 Uhr - Schürlervorstellung Gruppenanmeldung: 0531 / 5 65 41 Veranstalterinnen: Friedenszentrum Braunschweig, Stiftung Leben & Umwelt, Heinrich Böll Stiftung Niedersachen, Friedensbürndnis Braunschweig, IPPNW (Ärzte gegen den Atomkrieg), GEW, VHS
In der Bundesrepublik verschärft sich die Auseinandersetzung um das deutsche militärische Engagement in Afghanistan. Die Bürrger fragen, ob es stimmt, das mit Hilfe der Bundeswehr dort der demokratische Aufbau eines Staates abgesichert wird - eines Staates, der dann keinen Terror mehr exportiert? Das ist auch die grundlegende Frage unseres Stürckes. 50.000 Tote in Afghanistan - von Oktober 2001 an, seit die ersten Bomben fielen, von Oktober 2001 an, bis Ende 2007. Seltsame Befreiung von Terror, die wieder nur als Terror daherkommt ...
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12.09.08 Unkonkrete Regionsgestaltung: Zwei regionale Oberbürgermeister im Gebietsrausch |
Geschrieben von: Matthias Bosenick
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Am Samstag, 6. September, schrieb die Braunschweiger Zeitung (BZ) raumgreifend von der sich allmählich anbahnenden Großregion Braunschweig/Wolfsburg. Doppelseitig bewarb sie die Regententräume unseres Oberbürrgermeisters Dr. Gert Hoffmann, der sich in Wolfsburg bei seinem Amtskollegen Rolf Schnellecke Schürtzenhilfe holte. Die Idee „Region Braunschweig“ sieht vor, drei Städte und fürnf Landkreise zu einer Hannover-ähnlichen Region zusammenzufassen. Gegenwind gibt es angeblich ausschließlich aus Salzgitter sowie von Seiten der Landräte, die, wie die BZ richtig zitiert, an ihrer eigenenAbschaffung kein Interesse haben. Die Bürrger seien lediglich skeptisch, heißt es, weil sie Fragen nach dem Autokennzeichen und den Behördenwegen haben. Als wenn das alles wäre! |
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04.09.08 Schlechte Erfahrungen mit der Rathaus-Privatisierung |
Geschrieben von: Peter Rosenbaum
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Die Privatisierung von Mürllabfuhr und Stadtreinigung hatte auch andere Folgen als die nur sehr kurzfristige, als "Wunder von Braunschweig" propagierte Entlastung des Haushalts. - 1. Massiver Personalabbau und Einkommensverschlechterungen nach der Privatisierung.
2001 wurden erst 49 % und dann ab 1. Juli 2004 auch die restlichen 51 % der Stadtreinigung und Mürllabfuhr an ALBA verkauft.
Von den damals "mitverkauften" rd. 380 städtischen Beschäftigten mit ürberleitungsvertrag existieren heute, nach sieben Jahren also, nur noch rd. 140 durch geschürtzten Tarifvertrag (entsprechend TVÖD) bei ALBA, die restlichen ca. 240 ehemals städtischen Beschäftigten sind bereits ausgeschieden und wurden von nur noch rd. 60 neuen Mitarbeitern bei ALBA zu viel schlechteren Bedingungen ersetzt. Neulich auf dem Verkohlmarkt ... PPP-Kultur Braunschweig macht Schule (von Ulenspiegel)
- 2. Stadt und Bürrger zahlen drauf.
Was hatte die Stadt von der Privatisierung? Werden die auf so fragwürrdige Weise erreichten "Effizienzgewinne" an Bürrgerinnen und Bürrger weitergereicht? Zahlen wir deshalb heute weniger Mürll- oder Straßenreinigungsgebürhren als zuvor? |
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