Unser Braunschweig
28.11.10 Einstellungsbescheid |
Geschrieben von: Sigrid Probst
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Tattag 14.2.2010, Aktenzeichen ...... Sehr geehrte Frau Probst, das gegen Sie eingeleitete Ordnungswidrigkeitsverfahren habe ich gemäß § 47 OwiG eingestellt. Datum: 18.11.2010. Mit freundlichen Grüßen - Im Auftrag.... Am 19.6.2010 lautete der Vorwurf: Sie sind vorsätzlich Ihrer Pflicht zur Durchführung des Winterdienstes nicht nachgekommen. Paragraphen folgen, geltende Fassung, Beweismittel: Foto, Zeugen : Politesse. An einem Sonntag im Februar, gegen 12 Uhr, zwischen Schneeschauern, denn so war ja der harte Winter, fuhr ein Städt. Fahrzeug durch die Siedlung, hier in Lehndorf. Es wurde drauflos fotografiert, um Beweismittel zu sammeln. Das war eine geniale Idee der Geldeintreiberei. War das ein anständiger Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern? Die Frist für ein Einspruchverfahren betrug nur einer Woche. Meine Nachbarn bekamen auch diesen "Tatvorwurf", und ich habe mich sofort als Zeugin angeboten, denn sie haben oft für mich mit gestreut und geräumt. Ich meinerseits habe bei anderen auch ausgeholfen. Der NDR war am 19.8.2010 bei mir und sendete einen Bericht zu diesem bürgerfeindlichen Vorgehen in der Stadt. |
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29.06.08 "Das Schloss ist auch ohne Quadriga ein Schloss" |
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt
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Wir fürhrten hier am 21.06.08 ein Gedankenspiel aus: Gemäß § 946 BGB mürsse die Quadriga umgehend in das Eigentum der Credit Suisse ürbergehen, sobald sie auf dem Podest ürber der Schloss-Fassade befestigt ist, denn, einmal mit dem Baukörper verbunden, würrde sie zum Teil desselben und das Eigentum der geschäftstürchtigen Eidgenossen erstreckte sich dann ürber den ganzen Baukörper auf alle dessen Glieder, auch auf die neu eingegliederten, auch ürber die Quadriga.
Dagegen wendet "Credit-Suisse-Schloss"-Mieterin Anja Hesse in der Braunschweiger Zeitung vom 28.06.08 nun ein, dass dies nur der Fall sei, wenn nach einer Trennung die Einzelsachen nicht mehr "fürr sich brauchbar" wären. "Das Schloss, so Hesse, sei aber auch ohne Quadriga ein Schloss." Das soll hier Anlass sein, das "Schloss", um das es geht, noch einmal zu beschreiben. Es handelt sich um ein großes, zusammenhängendes Bauwerk, das verschiedene Funktionen beherbergt, die innerhalb des Gebäudes räumlich voneinander abgegrenzt sind, so wie etwa in einem Wohnhaus durch innere Wände ein Arbeitszimmer getrennt ist von einem Schlafzimmer oder ein Klo von einer Kürche.
In der Braunschweiger Adelsherberge paart sich hinter dem Schaustürck einer Schlossfassade im fröhlich-sportlichen Körperkontakt Kommerz und Kultur mit parkenden Autos: durch Wände getrennt, ürber Türren und Treppen, Aufzürge, Rolltreppen und Rampen miteinander verbunden. Die "Brauchbarkeit" (Hesse) des Braunschweiger Schlossbaukörpers fächert sich auf in die räumlich voneinander abgesetzten folgenden Funktionen: - Einzelhandel und Gastronomiebetriebe brauchen den Braunschweiger Schlossbau um ihre Konsum-Produkte zu verkaufen (das Kaufschloss) - Anfahrende Kunden brauchen den Braunschweiger Schlossbau als Abstellplatz fürr ihre motorisierten Fahrzeuge (das Parkschloss) - Bibliotheken, Kulturinstitut und Stadtarchiv brauchen den Bau zum Verteilen und Vermitteln von Informationen und Informationsträgern (das Kulturschloss) - Davon unterscheidbar wird die rekonstruierte Fassade des Braunschweiger Schlossbaus "gebraucht" zur Vermittlung eines adligen Status getragen von Luxus, imposanter Macht und erhabener Schönheit entwickelt aus dem Gleichmaß idealer Proportionen (das Schauschloss, oder auch Prunk-, Schmuck-, oder Zierschloss). |
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09.08.09 Undank ist der Welt Lohn |
Geschrieben von: Inge Gerlach
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Eigentlich ist er ein bescheidener Mann, der Herr Professor Hucker. Sitzt in Vechta und hat sich ein äußerst sprödes Forschungsobjekt auserkoren: Jenen Welfensprössling, den die Gunst des Schicksals (oder des Papstes) kurzfristig zum Kaiser machte. Chancen hatte er keine, er hat sie trotzdem genutzt – und verloren. Der Herr Professor Hucker aber hatte durchaus eine Chance. Wer an wen herangetreten ist: die Braunschweiger an ihn oder er an sie, das wissen wir nicht. Jedenfalls sah er es ganz deutlich: Ein auf Repräsentation bedachter Stadtherr, der bereit war, viel Geld in die Hand zu nehmen. Und ein Datum, das sich zum 800. Male jährte. Also ´schenkte´ er den Braunschweigern ´ihren´ Kaiser. Und sah, wie die Saat aufging: Landesausstellung, Ritterspiele, Minnesang, Otto-Logo auf allen kommunalen Texten, und Souvenirs soweit der Geldbeutel reicht. |
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Geschrieben von: Matthias Bosenick
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Universum und Café Riptide: Sound On Screen
Im Prinzip hat die pure Existenz dieser beiden Lokalitäten nach einer Kooperation geschrien. Jetzt endlich ist es soweit: Erst ins Kino, dann ins Riptide, der Anlass ist so einfach, wie es die Lokalitäten vorgeben: Musikfilme. Einmal im Monat zeigt das Universum (Neue Straße 8) einen Musikfilm, zu dem es im Anschluss im Café Riptide (Handelsweg 11) eine thematisch passende Veranstaltung gibt. Normalerweise läuft der Film je nur an einem Tag, den Auftaktfilm jedoch gibt es eine Woche lang, und zwar den neuen Film über The Doors, „When You’re Strange“. Die Veranstaltung im Riptide dazu steigt am Samstag, 18. September. Dort legen die Filmfest-DJs Musik auf, es gibt einen Sektempfang und eine speziell ausgesuchte Filmplakat-Deko. „Liegt ja beides nur 200 Meter auseinander“, sagt Chris, eine Hälfte des Riptide-Teams. Stimmt, als Kinogänger, der schon mal im Universum-eigenen Café Abspann keinen Platz mehr gefunden hat, kennt man den kurzen Weg sehr gut.

Das Programm für die ersten drei Tage sieht so aus:
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27.11.10 Asse und Krebs - Menetekel oder Zufall |
Geschrieben von: Uwe Meier
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Wenige Wochen ist es her, daß die Atom-Kanzlerin Frau Merkel (CDU) in einer Nacht- und Nebel-Aktion den Atomkonsens aufkündigte. Die vier Atomkonzerne diktierten ihr, wie sie sich Atompolitik vorstellen, und so geschah es dann auch. Der Rest war ein parlamentarisches Durchpeitschen in Verbindung mit einem großen Werbefeldzug, in dem der Bevölkerung verkauft werden sollte, dass Öko-Strom nur über Atomstrom zu haben sei. Die Lüge in der Atompolitik wird fortgeführt. Das kennt man. Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben bei der Asse über Jahrzehnte gelogen. Das Atommüll-Abkippen mußte nur als Forschung deklariert werden, und schon ging die Unverantwortlichkeit ihren Gang. Natürlich ist niemand verantwortlich! Es besteht nicht der geringste Anlass zu glauben, daß sich die seit 40 Jahren gewohnheitsmäßige Lügerei und Verantwortungslosigkeit geändert hat. Die Reaktionen der Politik sind wie üblich. Verlangt und verlautbart wird: Rückhaltlose Aufklärung; der Sache auf den Grund gehen; zügige, transparente Aufklärung; kein Anlass zur akuten Sorge; das Lager ist seit 1966 auf Strahlung überwacht - kein messbarer Eintrag von Radioaktivität in die Umwelt (Umweltministerium). Nichts hat sich geändert, sogar die verbalen Rituale sind die gleichen geblieben! Es scheint wie ein Menetekel, daß gerade jetzt festgestellt wird, daß Krebsfälle um die Asse verstärkt auftreten. Die Ursache der Lüge ist die Angst vor Machtverlust. Es geht um viel Geld und Eitelkeit. Was wäre, wenn eine maßgebliche Politikerin die Wahrheit sagen würde? "Das Arbeiten mit radioaktiven Materialen, seien sie auch noch so gering radioaktiv, ist mit Risiken verbunden. Wir versuchen die Risiken zu minimieren, aber auszuschließen sind sie nicht vollständig. Die Restrisiken hat die Bevölkerung in Kauf zu nehmen, auch mit einer erhöhten Krebs- und Sterberate. Das ist der Preis des Fortschritts. Ich, die Politikerin, bin der Auffassung, und so ist meine Politik, dass wir das leidvolle Menschenopfer den vier großen Atomkonzernen schulden." Diese Politikerin würde schnell und sicher "entsorgt" werden. Der Streit geht um die Auswirkungen von geringen radioaktiven Dosen – seit etwa 20 Jahren. Man hatte festgestellt, daß um Kernkraftwerke die Krebsraten erhöht sind. Sicher, die Asse ist kein Kernkraftwerk. Aber darum geht es nicht, es geht um äußerst geringe radioaktive Dosen und ihre Wirkungen. Ein Streit entbrannte. |
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