Unser Braunschweig
30.11.10 Castor-Transport - Braunschweiger in Greifswald dabei |
Geschrieben von: Simone Leunig
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Der heiße Atom-Herbst geht weiter, und es wird ein heißer Winter werden. Anstatt Kekse backen zu Weihnachten wird das „Anti-Atom-Treff-BS-Reisen“ an der Demonstration in Greifswald gegen das Zwischenlager Nord in Lubmin und gegen Atomkraft teilnehmen. Das ist doch eine echte Alternative. Dabei geht es selbstverständlich auch um Solidarität mit den Lubminer Anti-Atom-Aktivitäten.
Am Samstag 11.12. in wird ein Bus zur Demo aus Braunschweig nach Greifswald fahren (Infos s.u.). Warum diese Demonstration? Im Zeitraum vom 14.12.-16.12.wird ein weiterer Castor-Transport durchgeführt. Es sollen vier Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll, quer durch Deutschland in das "Zwischenlager Nord" gekarrt werden. Und außerdem: Wer keine Zeit hatte, bei Gorleben, in Berlin oder am Elbdeich in der Menschenkette zu demonstrieren, hat nun von unserer Regierung die Möglichkeit bekommen, doch noch in diesem Jahr auf die Straße/Schiene zu gehen! Beim Zwischenlager Lubmin handelt es sich um eine einfache Hallenkonstruktion. Bisher wurde mit dem Versprechen, nur ostdeutschen Müll einzulagern, vor Ort bei der Bevölkerung Akzeptanz geschaffen. Wie das mit den Versprechungen der Politik in Sachen Atompolitik ist, wissen wir. Jetzt wird offenbar, daß auch für anderen Atommüll und längerfristige Lagerung die Türen offen stehen! Diese Lieferung von "wieder aufbereitetem" Atommüll stammt ursprünglich aus den Atomforschungsanlagen Geesthacht und Jülich. |
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08.07.08 Anmerkungen zum so genannten "Schenkungsvertrag" über die Quadriga |
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt
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Nachdem BIBS Ratsfrau Heidi Wanzelius Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann im Verwaltungsausschuss wohlwollend und eindringlich ermahnt hatte, den Beschluss über die Quadrigaverträge doch tunlichst dem Rat zu ürberlassen, ließ Hoffmann den Ausschuss darüber abstimmen. Dagegen wandte sich SPD Fraktionsvorsitzender Manfred Pesditschek: "Eine solche Beschlussfassung ist unzulässig." In einem offenen Brief an Pesditschek antwortete ihm Hoffmann: „Der Verwaltungsausschuß war nach der NGO für die Beschlußfassung über den Quadriga-Vertrag unstrittig zuständig.“ Der Beschluss sei "offensichtlich rechtmäßig", und er sei "sicher", dass Pesditschek seine rechtlichen Bedenken nicht länger aufrechterhalten würde. Bezeichnend ist, dass Hoffmann auf keine konkrete rechtliche Grundlage aus der NGO verweisen kann, die seine Auffassung - der Verwaltungsausschuss sei "unstrittig" fürr den Quadriga-Vertrag zuständig - stützen könnte. Stattdessen wie so oft: Mangelnde Begründung wird kompensiert durch ein Zurschautragen ürbersteigerter Selbstsicherheit. Denn zuständig ist der Rat nach NGO § 40 Abs. 1 Nr. 17: "Der Rat beschließt ausschließlich über ... die Übernahme neuer Aufgaben, für die keine gesetzliche Verpflichtung besteht." |
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30.08.10 Water Makes Money |
Geschrieben von: Christian Mann
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Water Makes Money
Filmpremiere am Donnerstag, 23. September, im Universum: „Water Makes Money“
Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Seit viele Bürger Folgen der Privatisierungen am eigenen Leib verspüren, ist es unschicklich geworden, von Privatisierung zu sprechen. Dennoch klopfen Heere von Beraterfirmen bei finanziell klammen Kommunen an und versprechen neue Geschäftsmodelle: PublicPrivatePartnership, Franchising und vieles dergleichen mehr. „Nein, wir privatisieren ja gar nicht", tönen diese Herrn. „Wir betreiben ja nur Euer Abwasser (und/oder Trinkwasser) für 30, 60 oder 90 Jahre. Die Anlagen bleiben in Kommunalbesitz. Und die 2000-Seiten-Verträge in Englisch dazu, die brauchen Sie gar nicht zu lesen, die verstehen Sie ja sowieso nicht.
Ein Horrormärchen aus einem fremden Land? Nein, diese Geschichten spielen sich vor unserer Haustür ab. Man muss nur hinschauen, in Berlin, Braunschweig, Stuttgart, beim Wasserzweckverband Bodensee. Für den Erwerb unseres Abwassernetzes und -aufbereitung wendete Veolia keinen Cent auf. Der „Kaufpreis" und die Investitionen wurden mit Krediten der Nord/LB und der „Pleitebank" Dexia finanziert - rückzahlbar mit Zins und Zinseszins von den Bürgern.
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17.06.10 Ein neues Kompakt-Set über Viktoria Luise, Herzogin von Braunschweig.... |
Geschrieben von: Sigrid Probst
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Am Samstag 13.6.2010 konnten wir in der NB lesen, dass Herr Henning Borek, Inhaber des Archiv Verlages, gemeinsam mit Sascha Wedde, Oneline-Marketingmanager, ein Kompakt-Set über Herzogin Viktoria Luise präsentierten. Es ist das dritte Set aus einer Serie von "Meine Stadt - Braunschweig" mit Originaltönen. Einen Teil des Textbuches hat ihr Enkel, Heinrich Prinz von Hannover, erarbeitet und die Audio-Aufnahme hat Henning Borek zusammengestellt. Er beschreibt, daß er dafür nur vier Stunden gebraucht habe, obwohl man üblicherweise zwei Tage dafür benötigt hätte. Dieses spräche für eine große Disziplin der Herzogin. Viktoria Luise sei die "Diana von Braunschweig" gewesen und habe großen Wert auf ihre Herkunft aus dem Hause Hohenzollern gelegt.
Da muss man wirklich erst einmal Luft holen. Lady Di hin oder her, sie würde sich wohl über diesen Vergleich im Grabe umdrehen. Ihr Leben wurde brutal beendet, aber bis zu ihrem Tode war sie eine warmherzige Frau, die einiges auf den Weg brachte: So hatte sie auch AIDS den Kampf angesagt und wurde oft in Afrika tätig. Im Gegensatz dazu fühlte sich die Braunschweiger Herzogin als eine Repräsentantin eines vergangenen Zeitalters, egal was geschehen war, was für Kriege geführt wurden und wie elendig arme Leute leben mussten. Durch ihre Heirat fiel der Braunschweiger Herzogthron wieder an die Welfen; das war der höchste Verdienst. 1913 zog das Paar in Braunschweig ein, nicht nur unter Zujubeln der Bevölkerung, sondern auch unter Protesten und Zwischenrufen der Bürger. Davon wird aber eher selten berichtet. Nur fünf Jahre, bis zur Abdankung des Herzogs im November 1918, sind ihnen als Herrscherpaar geblieben.
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12.10.09 Wagner unter der Sonne Siziliens: "Das Liebesverbot" im Staatstheater Braunschweig |
Geschrieben von: Sebastian Barnstorf
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Die „Jugendsünde“ Richard Wagners: „Das Liebesverbot oder Die Novize von Palermo“, eine „große komische Oper in 2 Aufzügen“, vollendet und uraufgeführt 1836 in Magdeburg, ist voll eingänglicher, feuriger Musik, die auf den ersten Blick so gar nicht dem Vorurteil des „deutschen Wagners“ zu entsprechen scheint. Nach dem ersten Versuch in anderer Richtung, der mystisch-verklärenden Märchenoper „Die Feen“ mit Anklängen an Weber zeigt er sich hier beeinflusst von Bellini und Auber, den Vertretern der italienischen und französischen Oper. Kastagnettenklänge mit weltlichen Intrigen- und Verwechslungsspielen unter der heißen Sonne Siziliens zur Karnevalszeit: Das setzte das Staatsorchester Braunschweig unter Georg Menskes aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Richard-Wagner-Verbands Braunschweig in Kooperation mit der Kammeroper Rheinsberg am 09.09.2009 konzertant in gewohnter Präzision und Spielfreude routiniert auf der Bühne des Großen Hauses um. |
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