19.09.10 Lesung mit Toddn, Pratajev-Abend, Bumsdorfer Auslese, Poetry-Slam und mehr |
Geschrieben von: Matthias Bosenick
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Toddn informiert:
...mal wieder ein Kult-O-Rama-Tip (Lesung und Livemusik)
Toddns Premierenlesung aus „Im Hohlraum der Jahre“
Am Donnerstag, 23. September, ab 21Uhr im B58 (Bültenweg 58 in Braunschweig)
Der Eintritt ist frei.
Hier die Info zur Lesung:
20 Jahre hat der Braunschweiger „Undergroundpapst“, in gewissen Kreisen auch Rev.Toddn genannt, gewartet, bis er eine kleine Sammlung von kruden Kurzgeschichten aus den „wirren Achtzigern“ in einem Buch veröffentlichte. Unter anderem in der Hoffnung, dass die Verjährungsfristen für gewisse strafrechtlich relevante Vorkommnisse aus diesen Jahren mit dieser Zeitspanne eingehalten wurden.
Geschichten am Rande des Nervenzusammenbruches und darüber hinaus.
Verfilmt nur unter der Ladentheke erhältlich mit dem Informationszusatz:
„Nicht für zarte Gemüter und schwache Nerven zu Empfehlen“.
Das Ministerium für Kulturelle Gleichschaltung und angepassten Geschmack gibt bekannt: Rock’n’Roll kann böse sein und dein Leben verändern.
Live werden zur Lesung Valentino ’66 Progressiven Rockabilly spielen.
Stil: Beeinflusst vom urwüchsigen Rockabilly der 50er Jahre, erschufen Valentino ’66 die Stilrichtung Prog-a-billy - progressiven Rockabilly. Rocksongs aller Dekaden im klassischen Rockabilly-Gewand.
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23.08.10 Tatvorwurf: Vorsätzliche Pflichtverletzung bei Schneeräumung |
Geschrieben von: Sigrid Probst
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In dieser Stadt ist ein Un-Geist eingekehrt. Ein Geist der Intoleranz und Geldeintreiberei. Es ist empörend, wie die Stadtverwaltung unter dem Oberbürgermeister Dr. Hoffmann unbescholtene Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt unnachsichtig verfolgt.
Tatvorwurf: Sie sind vorsätzlich Ihrer Pflicht zur Durchführung des Winterdienstes nicht nachgekommen. Der Gehweg wurde nicht ausreichend?... §§ 5, 6 Straßenreinigungsverordnung vom?... (Amtsblatt) §§ 59, 109 Niedersächsisches Gesetz?, geltende Fassung. Beweismittel: Foto, Zeugen: Politesse?.
Selbstverständlich kann ich diesen Umgang der ?Obrigkeit? (dieses Wort muss man in Braunschweig leider wieder verwenden) mit mir und über 3000 anderen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt so nicht auf sich beruhen lassen; ich hoffe, viele weitere Bürger und Bürgerinnen auch nicht. Darum schrieb ich an die Stadt, an Herrn Lange (Schreiben der Stadt und meine Antwort als PDF). Am 19.08.10 war der NDR bei mir, der zum unglaublichen Vorgehen in dieser Stadt einen Bericht sendete. Noch einmal zur Sache: Wir alle haben einen langen und harten Winter hinter uns. Die meisten Straßen waren nicht geräumt. Viele Autos setzten wegen der Spurrillen auf und wurden beschädigt. Das Eis auf den öffentlichen Verkehrsflächen wurde immer gefährlicher. Hunderte lagen mit Verletzungen in den Krankenhäusern. Es war eine Ausnahmesituation.
Natürlich gab es Diskussionen um die Räumpflichten. ALBA wurde angegriffen, und auch die Stadt wegen der ausgehandelten Verträge. Es änderte sich kaum etwas. Die privatisierte Stadtreinigung versagte offensichtlich, oder aber der Leistungsvertrag ist von der Stadt miserabel ausverhandelt worden. Die Arbeiter haben sicher bis zur Erschöpfung gearbeitet. Es war für alle eine Ausnahmesituation.
Bei Ausnahmesituationen ist immer Toleranz angesagt. Die Menschen rücken näher zusammen, sie helfen einander, haben mehr Verständnis füreinander. Und so war es im Grunde auch in Braunschweig. Nur die Stadt unter Dr. Hoffmann meint, sich anders verhalten zu müssen. Obwohl selber ihrem Räumauftrag nicht umfassend nachgekommen, wofür manch ein Bürger auch Verständnis gehabt hat, erhebt sie selbstgerecht den Zeigefinger des Oberlehrers. Anstatt mit gutem Beispiel voran zu gehen, verfolgt sie die Bürger, stempelt sie zu Tätern.
Eine Stadt lebt vom Gemeinsinn, Engagement und Solidarität der Bürger, und nicht von Paragrafen, Oberlehrergehabe und unnachsichtiger Verfolgung von Menschen, die sich in der Not untereinander helfen, so wie im letzten Winter. Aber so ist es wohl, wenn nur noch Verwaltungsjuristen den politischen Gang der Dinge bestimmen. Das lässt sich jedoch bei Wahlen ändern. |
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23.12.09 Last Minute Schnäppchen |
Geschrieben von: Kristine Schmieding
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Falls noch ein kleines Weihnachtsgeschenk fehlen sollte: In einer wohlbekannten Braunschweiger Buchhandlung wurde gerade ein garantiert Schlossattrappen-freies Braunschweigbuch gesichtet. Das 1997 erschienene Buch „Braunschweig – Löwenstadt zwischen Harz und Heide“ wird jetzt zum stark reduzierten Preis angeboten. Fotografiert wurde es von Peter Sierigk, den Text verfasste Karla Götz. Letztere dürfte den Lesern der Braunschweiger Zeitung noch bekannt sein. Sie war dort viele Jahre als engagierte Lokalredakteurin tätig und ist gelegentlich auch durch kritische Artikel über die Braunschweiger Obrigkeit aufgefallen. In ihrem Buch schreibt sie über die sympathischen Seiten der Stadt. Wir haben hier, so Karla Götz wörtlich, noch „keine Magnetbahn, keinen Fernsehturm mit drehbarem Café im östlichen Ringgebiet und auch keine Schlossfassaden-Attrappe – und wir sind gar nicht traurig darüber“. |
23.11.08 Und als die Prinzessin den Quadriga-Prinz küsste, verwandelte er sich in einen Frosch |
Geschrieben von: Karl Fr. Eckhardt
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Wie hat er das nur gemacht, der Dr. Gert Hoffmann, dieses Wunder von Braunschweig? - fragen sich viele weltweit, oder doch in ganz Deutschland: Soeben hatte die Stadt noch sehr viel Schulden und - schwuppdiewupp, welch ein Wunder! - schon hat sie auf einmal sehr viel Geld! Dabei ist das finanzwirtschaftliche Rezept des Braunschweiger Oberbürgermeisters sehr einfach: Langfristiges städtisches Vermögen, Substanz wird verkauft und der Erlös wird verwendet für vergleichsweise kurzfristige Liquidität (ca. zwei Wahlperioden) und Investitionen in Image-Pflege, "Leuchtturmprojekte", teuer in Szene gesetzte Feuerwerke, die sicher stellen, dass man gesehen wird und die staunende Mitwelt sich verblürfft fragt: Wie macht er das nur, dieses Wunder? Doch nicht alle sind von der Wunderrezeptur so begeistert wie Hoffmann selbst. Und wenn er jetzt verstärkt auf einen Ausbau des Zusammenschlusses zur Region drängt, bekommt er ein geteiltes Echo. Denn manche Nachbarn befürchten, unter dem Deckmäntelchen der Region sei der beherzte Griff in die Kassen der Nachbarn das Hauptmotiv für die grenzüberschreitenden Zukunftsträume des Braunschweiger Oberbürgermeisters. |
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